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Start des ÖPP-Projekts „Ausbau der A 7“

  • Ausreichend breite Fahrspuren auch wĂ€hrend der Bauphase
  • Deckel Schnelsen hebt Trennung des Stadtteils auf

Quickborn, 29. September 2014. Mit dem Start des Projekts „Ausbau der A 7“ zwischen Hamburg und dem Autobahndreieck Bordesholm nördlich von NeumĂŒnster am 1. September rĂŒcken auch die ersten bauvor-bereitenden Maßnahmen nĂ€her. Gemeinsam haben Bundesverkehrs-minister Dobrindt, Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Meyer, Hamburgs Verkehrssenator Horch und HOCHTIEF-Vorstandsmitglied Graf von Matuschka auf den Beginn der Bauarbeiten eingestimmt und die Ausbauphasen zur A 7 dargestellt. Noch in 2014 sollen erste bauvorbereitende Maßnahmen erfolgen. Anfang 2015 wird damit begonnen, die heute wichtigste Straßenverbindung nach Schleswig-Holstein und Skandinavien deutlich zu verbreitern. Das Public-Private-Partnership-Projekt wird durch das Konsortium Via Solutions Nord, bestehend aus HOCHTIEF PPP Solutions, KEMNA BAU und dem institutionellen Investor Dutch Infrastructure Fund (DIF) realisiert.

Nach Fertigstellung der Autobahn Ende 2018 wird die Strecke wieder dem nach wie vor steigenden Verkehrsaufkommen entsprechen. Das 65 Kilometer lange TeilstĂŒck der A 7 zwischen dem Autobahndreieck Hamburg-Nordwest und dem Autobahndreieck Bordesholm erhĂ€lt insgesamt sechs, sĂŒdlich des Dreiecks Hamburg-Nordwest acht Fahrstreifen.

Alle Fahrstreifen bleiben wÀhrend des Baus erhalten

WĂ€hrend der Bauarbeiten wird die bisherige Zahl der Fahrstreifen beibehalten, um den fließenden Verkehr so wenig wie möglich zu beeintrĂ€chtigen. Diesem Ziel dienen auch die festgelegten Fahrstreifenbreiten, die in Schleswig-Holstein mindestens 2,85 Meter auf dem linken Fahrstreifen und rechts mindestens 3,25 Meter, auf Hamburger Gebiet sogar fast durchgehend 3,25 Meter auch auf den linken Fahrstreifen betragen. Die gesamte Strecke wird in insgesamt acht Baustellenbereiche unterteilt, nach einem Baustellenbereich steht den Straßennutzern immer auch eine lĂ€ngere „Erholungsstrecke“ zur VerfĂŒgung. Nur diese Aufteilung der Gesamtbaustelle ermöglicht die kurze Bauzeit fĂŒr ein komplexes Infrastrukturprojekt wie dieses.

„Öffentlich-private Partnerschaften in der Verkehrsinfrastruktur ermöglichen effiziente Leistung, kurze Bauzeiten sowie eine hohe Wirtschaftlichkeit und dauerhafte QualitĂ€t der Projekte“, so Nikolaus Graf von Matuschka, Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. „Wie hier bei der A 7 fördern und stĂ€rken sie auch den Mittelstand und sind inzwischen ein erprobter Weg bei der Umsetzung moderner Straßen und Autobahnen. Deshalb begrĂŒĂŸen wir ausdrĂŒcklich Herrn Dobrindts AnkĂŒndigung einer dritten Staffel von ÖPP-Verkehrsinfrastrukturprojekten“, so von Matuschka weiter.

Neben der Verbreiterung der Autobahn werden entlang der Strecke insgesamt 76 BrĂŒcken neu- oder umgebaut. Besonders wichtig fĂŒr die Hamburger: Im Teilabschnitt Schnelsen entsteht der Autobahndeckel Schnelsen ĂŒber die A 7. Damit erhĂ€lt der Stadtteil, der seit dem Bau der A 7 zu Beginn der 70er Jahre „zerschnitten“ war, wieder seinen gewachsenen Zusammenhang. In der Gemeinde NĂŒtzen wird an der Anschlussstelle Kaltenkirchen eine neue Autobahnmeisterei entstehen, die zugleich Sitz der Betreibergesellschaft werden wird.

Via Solutions Nord befindet sich bereits mitten in den letzten Planungen zur Vorbereitung der Baustellen auf Hamburger und Schleswig-Holsteiner Gebiet. In den kommenden Wochen werden die Bauexperten die ZeitplĂ€ne zur Aufteilung der Gesamtbaustrecke ausarbeiten, die genauen Baustoffmengen ermitteln und deren Lieferung vorbereiten, sowie die Planung des Verkehrsflusses in enger Zusammenarbeit mit den Verkehrsbehörden festlegen. Die letzten vorbereitenden Arbeiten, etwa an Böschungen oder den Mittelstreifen, werden noch im Dezember erfolgen. Dann wird es auch die ersten Fahrbahn-verschwenkungen geben, die dennoch genĂŒgend Raum fĂŒr ausreichend große Fahrbahnbreiten bieten, die im Regelfall eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h zulassen werden.

Strecke wird 30 Jahre lang von Via Solutions Nord betrieben

Zur Realisierung des komplexen und einem ehrgeizigen Zeitplan unterworfenen Projekts hat sich mit Via Solutions Nord ein Konsortium aus HOCHTIEF PPP Solutions, dem großen mittelstĂ€ndischen Bauunternehmen KEMNA BAU aus Pinneberg und der niederlĂ€ndischen Finanzierungsgesellschaft Dutch Infrastructure Fund (DIF) gebildet. Via Solutions Nord wird damit nicht nur den Löwenanteil der Bauleistungen erbringen, sondern auch die Finanzierung des Gesamtprojekts sicherstellen und insgesamt rund 600 Millionen EUR investieren.

Entsprechend dem sogenannten „VerfĂŒgbarkeitsmodell A 7“ wird das Konsortium auch nach der Fertigstellung der 65 Kilometer langen Gesamtstrecke ein 59 Kilometer langes TeilstĂŒck fĂŒr die Dauer von 30 Jahren betreiben und erhalten. Ein etwa sechs Kilometer langer Abschnitt zwischen Bordesholm und NeumĂŒnster wird an das Land Schleswig-Holstein ĂŒbergeben. Die Höhe der VergĂŒtung des Konsortiums fĂŒr die Erstellung und den Betrieb der Autobahn richtet sich dabei nach Umfang und QualitĂ€t der VerfĂŒgbarkeit der Strecke fĂŒr die Verkehrsteilnehmer. Das bedeutet: Bei ErfĂŒllung der genau festgelegten Anforderungen erhĂ€lt der Auftragnehmer das volle vereinbarte Entgelt, bei NichterfĂŒllung erfolgt ein Abzug.